Glyptoperichthys joselimaianus - L001

 

 

Glyptoperichthys joselimaianus gehört zu den Segelschilderwelsen und ist eng mit dem wesentlich bekannteren Wabenschilderwels (Glyptoperichthys gibbiceps) verwandt. Wie diese Umstände vermuten lassen, gehört diese Art also zu den größeren Exemplaren.

Über die Endgröße streiten sich die Geister noch. Einige behaupten, er sei mit 30cm ausgewachsen, andere setzen das zu erwartende Endmaß bei 35-40cm an. Damit bleibt der Wels zwar etwas kleiner als der verwandte Wabenschilderwels, ist aber trotzdem nur was für große Aquarien.

 

Leider wird dieser Wels nur selten importiert (zumal Importe aus Brasilien ja immer schwerer werden), allerdings kann der Handel mittlerweile auf Nachzuchten aus Malaysia zurückgreifen. Dennoch sieht man diesen Wels nicht sehr oft in Händlerbecken schwimmen. Die Heimat des Welses ist das nordöstliche Brasilien.

 

Zur Haltung benötigt dieser Wels weiches und saures Wasser, wobei er sich bei mir auch bei einem leicht alkalischen pH-Wert (7,2) gut gehalten hat. Ansonsten sind seine Ansprüche denen von anderen Harnischwelse gleich: Er benötigt Holz zum Abraspeln und einen Unterschlupf, in den er sich tagsüber zurückziehen kann. Denn auch der joselimaianus ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Wels.

Es gilt auch, dass der Wels einzeln oder als Paar gehalten werden muss, da er gegenüber anderen Artgenossen sehr aggressiv ist (dies gilt auch für andere Harnischwelse!).

Anderen Fischen und Wirbellosen gegenüber ist er jedoch sehr freundlich, ja sogar scheu. Eine Vergesellschaftung selbst mit kleinen Fischchen wie Zwergguramis und Wirbellosen wie Zwerggarnelen ist kein Problem. Richtig wütend kann er nur dann werden, wenn er dauerhaft belästigt wird.

 Futtertechnisch ist der L1 wiederum recht anspruchslos. Er frisst alles, was man ihm vor die Nase setzt - vom Futtertab bis zur lebenden Mückenlarve (wenn er sie denn erwischt). Allerdings sollte man seinen Bedarf an Grünfutter dringend decken! Sonst bekommen die Pflanzen nämlich Gitterform. Daraus folgt auch, dass dieser Wels ein hervorragender Algenfresser ist - auch wenn er nicht wegen dieser Eigenschaft eingesetzt werden sollte.

 

zurück