Xiphophorus andersi (Rio Atoyac Schwertplaty)

 

 

Bei Xiphophorus andersi handelt es sich um eine der zahlreichen Wildformen, die in Mittelamerika zu finden ist. Er wurde dort bislang ausschließlich in einem zwei Kilometer langen Abschnitt im Rio Atoyac (Mexiko)gefunden, was ihm vermutlich auch einen seiner deutschen Namen eingetragen haben dürfte. Beim Atoyac handelt es sich um einen schnell fließenden Fluss, der nur etwa zwei Meter tief ist. Seine Erstbeschreibung erfolgte erst 1980.

 Mit einer Länge von 4,5 bis 5,5 cm gehört der andersi eher zu den kleineren Vertretern. Die Färbung ist eher unauffällig gelbbraun. Dennoch sind vor allem die Männchen durch ihr filigranes braunes Netzmuster, welches sich vom Kopf bis zum Schwanzansatz zieht, optisch sehr interessant. Die Männchen besitzen ein kleines Schwertchen, das für Lebendgebärende typische Gonopodium und zählen bezüglich ihres Körperbaus zu den schlanken Artvertretern. Die Weibchen wirken recht massig im Vergleich zu den Männchen.

 

Das Aquarium sollte geräumig sein, um der Schwimmfreudigkeit der Schwertträger Rechnung zu tragen, aber auch genügend Rückzugsmöglichkeiten für unterlegene Tiere bieten. Denn wie alle Schwertträger, bildet auch der andersi eine Rangordnung aus. Für Jungtiere empfiehlt sich eine Schwimmpflanzendecke.

Die Temperatur sollte optimalerweise zwischen 24 und 26°C liegen, der pH-Wert zwischen 7 und 8 betragen. Die Gesamthärte sollte 8° oder höher sein.

 Vergesellschaften lassen sich die flinken Gesellen recht gut, jedoch sollten die Mitbewohner nicht zu zart besaitet sein, um sich von den Schwertträgern nicht gestört zu fühlen (Anmerkung: Garnelen lassen sich vom Treiben der Zahnkarpfen nur selten beeindrucken).

 Futtertechnisch ist der kleine Schwertträger leicht zu bedienen: Er frisst alles, was ihm vors Maul kommt - egal, ob Trocken-, Frost- oder Lebendfutter. Allerdings muss beim Füttern darauf geachtet werden, dass genügend Futter vorhanden ist, da ansonsten die rangniederen Tiere leer ausgehen könnten.

 

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